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Sommerurlaub Packliste

Sonne, Badeseen und laue Abende: Die Sommerurlaub-Packliste für Camping und Wohnmobil denkt an Sonnenschutz, Kühlung, Mückenabwehr und alles für den Badestopp — damit die heißen Tage entspannt bleiben.

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102 Positionen · 10 Kategorien

Dokumente und Vorbereitung

Im Sommer ist der Papierkram schnell erledigt und genauso schnell vergessen. Zusätzlich als Foto aufs Handy legen.

  • Personalausweis oder ReisepassAußerhalb der EU auf Restgültigkeit achten: oft sind sechs Monate über die Rückreise hinaus gefordert.
  • Führerschein und FahrzeugpapiereIm Ausland wird der Fahrzeugschein deutlich häufiger verlangt als zu Hause.
  • Buchungsbestätigungen ausgedrucktDie Rezeption hat nicht immer Netz, und das Handy nicht immer Akku.
  • Europäische KrankenversicherungskarteDeckt die Grundversorgung, den Rücktransport aber nicht.
  • Bargeld und KleingeldStrandduschen, Liegen und Parkautomaten laufen im Süden oft nur mit Münzen.
  • Mautvignetten und Maut-AppÖsterreich, Schweiz und Slowenien kontrollieren streng, und die Vignette gibt es nicht an jeder Grenze.
  • Reiseapotheke vor der Abfahrt geprüftIm Sommer läuft mehr ab, als man denkt: Cremes und Salben vertragen Hitze schlecht.
  • Wetter- und Waldbrandlage geprüftIn Südeuropa entscheiden Waldbrandstufen darüber, ob Grillen und offenes Feuer erlaubt sind.
  • Klimaanlage im Auto geprüftDie längste Etappe liegt im Sommer meist im heißesten Teil des Tages.

Sonnenschutz

Die einzige Kategorie, in der ein Fehler noch Tage später schmerzt. Im Süden reicht die gewohnte Routine nicht.

  • Sonnencreme mit hohem LichtschutzfaktorMindestens 30, am Wasser eher 50. Die Menge ist entscheidender als der Faktor — die meisten cremen zu dünn.
  • Wasserfeste Sonnencreme für den StrandNach dem Baden und nach dem Abtrocknen trotzdem neu auftragen.
  • Sonnencreme fürs Gesicht, extraDie Körpercreme brennt in den Augen und verstopft die Poren, weshalb sie im Gesicht ungenutzt bleibt.
  • Lippenpflege mit LichtschutzDie Lippen sind die Stelle, an die niemand denkt und die am schnellsten aufreißt.
  • After-Sun-Lotion oder Aloe VeraKühlt und bindet Feuchtigkeit. Nach einem heißen Tag der wichtigste Griff des Abends.
  • Sonnenhut oder Kappe mit NackenschutzDer Nacken verbrennt zuerst, weil man ihn nicht sieht.
  • Sonnenbrille mit UV-SchutzAm Wasser und im Gebirge ist die Blendung deutlich stärker, und billige Gläser ohne Filter schaden mehr als keine.
  • Leichtes Langarmhemd für MittagsstundenStoff schützt zuverlässiger als jede Creme und muss nicht nachgetragen werden.
  • UV-Shirt für KinderBeim Baden wirksamer als Sonnencreme, die im Wasser ohnehin abgeht.
  • Sonnenschutz für die AutoscheibenDer Innenraum heizt sich im Stand innerhalb von Minuten auf.

Kleidung bei Hitze

Im Sommer geht es um Stoff und Schnitt, nicht um Menge. Leicht, weit und hell schlägt jede Spezialkleidung.

  • Leichte T-Shirts aus Baumwolle oder LeinenNaturfasern kühlen durch Verdunstung, Kunstfaser tut das nicht.
  • Kurze Hosen und leichte RöckeWeit geschnitten: enge Kleidung ist bei Hitze der häufigste Grund für wunde Stellen.
  • Eine lange, leichte HoseGegen Mücken am Abend und für Kirchen und Museen mit Kleiderordnung.
  • Leichte Jacke für den AbendAuch im Süden kühlt es nach Sonnenuntergang am Wasser deutlich ab.
  • Regenjacke, dünnSommergewitter sind kurz und heftig, besonders in den Bergen.
  • Wechselwäsche und SockenBei Hitze verbraucht man mehr als geplant. Reisetage geteilt durch zwei, plus zwei.
  • Badesachen, mindestens zwei GarniturenNass anziehen ist der schnellste Weg zu Hautproblemen.
  • Sandalen und Flip-FlopsEin Paar für den Weg, ein Paar für den Platz.
  • Feste Schuhe für AusflügeAuch im Sommerurlaub gibt es den einen Tag, an dem gewandert wird.
  • Badeschuhe für steinige SträndeIm Mittelmeer die Regel, nicht die Ausnahme — dazu Seeigel und heiße Kiesel.
  • Kopftuch oder BuffNass um den Nacken gelegt der wirksamste einfache Kühltrick.
  • Wäschesack für NassesNasse Badesachen im Koffer machen innerhalb eines Tages alles klamm.

Strand und Wasser

Der Teil des Gepäcks, der jeden Tag ausgepackt wird. Alles hier gehört obenauf, nicht unter das Zelt.

  • Strandhandtücher, eins pro PersonGetrennt vom Duschhandtuch, sonst ist am dritten Tag alles sandig.
  • Strandmuschel oder SonnensegelWindschutz ist an der Küste oft wichtiger als Schatten.
  • Sonnenschirm mit BodenankerEin Schirm ohne Anker fliegt bei der ersten Bö über den Strand.
  • Strandmatte oder PicknickdeckeIsoliert gegen heißen Sand und lässt sich ausschütteln, anders als ein Handtuch.
  • Schwimmhilfen für KinderNur geprüfte Schwimmhilfen tragen. Aufblasbares Spielzeug ist keine.
  • Schnorchel und TaucherbrilleMacht aus einem gewöhnlichen Badetag einen Nachmittag mit Programm.
  • Wasserdichte HandytascheSand und Salzwasser sind für Elektronik gefährlicher als Regen.
  • Strandtasche, ausschüttelbarNetzgewebe lässt Sand durch, statt ihn mit nach Hause zu tragen.
  • Kühltasche für den StrandtagGetränke werden in der Sonne innerhalb einer Stunde ungenießbar warm.
  • Trinkwasser in ausreichender MengeAm Strand steigt der Bedarf deutlich, und Kioske sind teuer oder weit.
  • Wasserfeste Uhr oder TimerDamit das Nachcremen nicht dem Gefühl überlassen bleibt.
  • SandspielzeugAuch ohne Kinder brauchbar: die Schaufel gräbt das Loch für den Schirm.

Schatten und Kühlung

Im Hochsommer entscheidet der Schatten über den ganzen Tag. Ein Platz ohne Baum braucht eigene Ausrüstung.

  • Sonnensegel oder TarpGrößer und flexibler als jede Markise, und bei Wind schneller abgebaut.
  • Pavillon oder VorzeltSchafft den überdachten Bereich, den ein Zelt allein nicht hat.
  • Ventilator, 12 Volt oder mit AkkuBewegte Luft senkt die gefühlte Temperatur mehr als jede Kühlung.
  • Thermomatten für die ScheibenVon außen angebracht halten sie die Hitze draußen, von innen nur die Sonne.
  • Kühlbox mit guter IsolierungPassive Boxen halten ohne Strom über Nacht, wenn die Akkus tagsüber getauscht werden.
  • Kühlakkus, doppelter SatzEin Satz kühlt, ein Satz friert nach — sofern der Platz einen Gefrierschrank anbietet.
  • Kühltücher oder feuchte HandtücherUm den Nacken gelegt die einfachste und wirksamste Kühlung.
  • Sprühflasche mit WasserVerdunstungskühlung für Gesicht und Arme, auch für Hunde und Kinder.
  • Moskitonetz statt geschlossener TürErlaubt nachts Durchzug, ohne dass Insekten hereinkommen.
  • Stellplatz mit Nachmittagsschatten gewähltDie Morgensonne ist harmlos, die Nachmittagssonne entscheidet.

Essen und Trinken bei Hitze

Bei über dreißig Grad ändert sich, was funktioniert. Kochen wird zur Nebensache, Kühlung zur Hauptsache.

  • Trinkflaschen für alle, isoliertIsolierte Flaschen halten Wasser stundenlang kühl und sparen jeden Kioskbesuch.
  • Getränkevorrat, mehr als geplantDer Bedarf verdoppelt sich bei Hitze, und Nachschub gibt es am Platz zum doppelten Preis.
  • Elektrolytpulver oder BrausetablettenBei starkem Schwitzen wirksamer als reines Wasser.
  • Obst und Gemüse statt schwerer KostBei Hitze verträgt sich Leichtes besser, und es deckt zugleich den Flüssigkeitsbedarf.
  • Salat, Brot und Aufschnitt für kochfreie TageAn heißen Tagen bleibt der Kocher aus, und das ist gut so.
  • Kühlbox nur für GetränkeGetrennt von Lebensmitteln, weil sie deutlich häufiger geöffnet wird.
  • Vorräte, die Hitze vertragenSchokolade, Butter und Weichkäse überstehen den Kofferraum im Sommer nicht.
  • Frischhaltedosen mit DeckelOffene Reste ziehen im Sommer innerhalb von Minuten Wespen an.
  • Wespenschutz für GläserDeckel und Strohhalme verhindern den Stich im Mund, der wirklich gefährlich ist.
  • Grill mit GaskartuschenBei Waldbrandgefahr ist offenes Feuer verboten, ein Gasgrill meist erlaubt.
  • Eiswürfelform oder KühlbeutelAm Platz einfrieren lassen, wo die Rezeption das anbietet.

Schlafen in warmen Nächten

Im Süden ist nicht die Hitze am Tag das Problem, sondern die Nacht, in der es nicht abkühlt.

  • Dünner Schlafsack oder BettlakenEin warmer Schlafsack ist im Sommer unbrauchbar. Ein Laken reicht oft.
  • Moskitonetz überm SchlafplatzIn Küstennähe und an Seen der Unterschied zwischen Schlafen und Wachliegen.
  • Ventilator mit leisem LaufBewegte Luft macht warme Nächte erträglich, ein lauter Motor aber nicht.
  • Verdunkelung gegen MorgensonneIm Sommer wird es um halb fünf hell, und dann heizt das Zelt sofort auf.
  • Kühlkissen oder feuchtes HandtuchAuf Nacken oder Handgelenke gelegt senkt es die gefühlte Temperatur spürbar.
  • OhrstöpselIm Sommer sind Plätze voller und die Abende länger.
  • SchlafmaskeDie einzige Antwort auf Plätze mit durchgehender Wegbeleuchtung.
  • Leichte Schlafkleidung aus BaumwolleKunstfaser klebt bei Hitze und stört mehr als sie nützt.
  • Dachluke oder Fenster mit FliegengitterDurchzug ist die einzige wirksame Kühlung im geschlossenen Aufbau.

Hygiene und Sommerapotheke

Hitze, Wasser und Sonne bringen eigene Beschwerden mit. Die meisten sind harmlos und alle unangenehm.

  • Kulturbeutel zum AufhängenIm Sanitärgebäude gibt es selten eine Ablage, aber fast immer einen Haken.
  • Duschgel und Shampoo, biologisch abbaubarEs landet auf vielen Plätzen direkt im Boden.
  • Mikrofaser-ReisehandtuchTrocknet über Nacht, das große Badetuch nicht.
  • Deodorant und KörperpuderPuder gegen Wundscheuern an Innenschenkeln und unter Trägern.
  • Wundschutzcreme gegen ScheuerstellenBei Hitze und Bewegung das häufigste Problem auf langen Tagen.
  • Kühlgel gegen SonnenbrandAuch mit guter Vorsorge erwischt es meist jemanden.
  • Mittel gegen InsektensticheRettet die Nacht, in der sonst niemand schläft.
  • ElektrolytpulverBei Hitze und Magenverstimmung wichtiger als jedes Medikament.
  • Mittel gegen DurchfallAnderes Wasser und anderes Essen sind im Süden die Regel.
  • Schmerz- und FiebermittelIm Ausland nur in der Apotheke und nur zu Öffnungszeiten erhältlich.
  • Ohrentropfen gegen BadeohrNach häufigem Schwimmen entzünden sich Gehörgänge, besonders bei Kindern.
  • Pflaster und BlasenpflasterSandalen, die den ganzen Tag laufen, scheuern anders als geschlossene Schuhe.

Insekten

Im Sommer ist es nicht die Hitze, die den Abend beendet, sondern die Mücke. Der Aufwand hier lohnt sich doppelt.

  • Mückenschutz für die HautPräparate mit hohem Wirkstoffanteil wirken deutlich länger, und der Abend ist lang.
  • Moskitonetz für den SchlafplatzDie einzige Maßnahme, die die ganze Nacht ohne Nachlegen wirkt.
  • Fliegengitter für Türen und LukenErlaubt Durchzug, ohne dass die Insekten die Kühlung mitbringen.
  • Räucherspirale oder Kerze für draußenWirkt am Tisch im Windschatten, im Wind dagegen kaum.
  • Wespenfalle oder WespenglasAbseits vom Tisch aufgestellt zieht sie die Tiere weg, nicht heran.
  • Elektrischer StichheilerWirkt am besten unmittelbar nach dem Stich und kommt ohne Chemie aus.
  • Antihistamin-GelFür die Stiche, die trotz allem passieren, und für allergische Reaktionen.
  • Lange, helle Kleidung für die DämmerungWirksamer als jedes Mittel und ohne Nachtragen.

Freizeit und lange Abende

Im Sommer ist der Abend der schönste Teil des Tages. Ein paar Kleinigkeiten machen ihn aus.

  • Lichterkette oder SolarleuchtenWarmes Licht zieht weniger Insekten an als weißes.
  • Campingstühle und TischDraußen sitzen bis Mitternacht ist der eigentliche Grund für den Sommerurlaub.
  • Kartenspiel oder WürfelspielKlein, ohne Strom, funktioniert in jeder Gruppengröße.
  • Buch oder E-ReaderDer E-Reader ist auch bei praller Sonne lesbar, das Tablet nicht.
  • Bluetooth-Lautsprecher, leiseRuhezeiten werden auf Sommerplätzen konsequent durchgesetzt.
  • Fahrräder mit SchlössernDer Platz liegt selten dort, wo man abends essen möchte.
  • FernglasFür Sternenhimmel, Tiere und die Frage, wie voll der Strand morgen wird.
  • Federball oder BouleBeschäftigt in der kühleren Abendstunde alle Altersgruppen.
  • Powerbank und LadekabelKamera, Karte und Musik leeren den Akku im Sommer schneller als sonst.

Häufige Fragen

Wie schützt man sich beim Camping am besten vor Hitze?
Der Stellplatz entscheidet mehr als jede Ausrüstung: Nachmittagsschatten ist wichtiger als Morgensonne. Dazu Sonnensegel oder Pavillon, ein Ventilator für bewegte Luft, Thermomatten von außen an den Scheiben und nachts Durchzug über Dachluken mit Fliegengitter.
Wie viel Sonnencreme braucht man wirklich?
Für den ganzen Körper eines Erwachsenen etwa 30 Milliliter pro Anwendung — deutlich mehr, als die meisten auftragen. Zu dünn aufgetragen sinkt der tatsächliche Schutz auf einen Bruchteil des angegebenen Faktors. Nach dem Baden und Abtrocknen immer neu auftragen.
Was hilft gegen Mücken auf dem Campingplatz?
Am zuverlässigsten wirkt die Kombination aus Moskitonetz über dem Schlafplatz, Fliegengittern an Türen und Luken sowie langer, heller Kleidung in der Dämmerung. Mittel auf der Haut wirken zusätzlich, aber nur so lange, wie sie frisch aufgetragen sind.
Wie hält man Lebensmittel im Sommer frisch?
Zwei Kühlboxen sind besser als eine große: eine für Getränke, die ständig geöffnet wird, eine für Lebensmittel, die geschlossen bleibt. Kühlakkus tagsüber am Platz nachfrieren, wo das möglich ist, und Schokolade, Butter und Weichkäse gar nicht erst einpacken.
Welche Beschwerden treten im Sommerurlaub am häufigsten auf?
Sonnenbrand, Insektenstiche, Scheuerstellen durch Hitze und Bewegung, Magenverstimmung durch anderes Essen und das sogenannte Badeohr nach häufigem Schwimmen. Alle fünf lassen sich mit wenigen Positionen in der Apotheke abdecken.
Wann sollte man im Sommer Etappen fahren?
Früh am Morgen oder am späten Nachmittag. Die Mittagszeit ist im Auto die anstrengendste Phase, besonders mit Kindern oder Hund, und in Südeuropa fällt sie ohnehin mit der Zeit zusammen, in der überall geschlossen ist.

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